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Azure CI/CD Promotion Model Architektur

Azure Enterprise Promotion Model

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Überblick

Diese Referenzimplementierung demonstriert ein strukturiertes CI/CD-Promotionsmodell für Azure-basierte Anwendungen.

Der Fokus liegt nicht auf fachlicher Komplexität der Anwendung, sondern auf platform-orientierten Grundlagen:

  • Build once, Promote über mehrere Umgebungen
  • Infrastructure as Code mit Terraform
  • Secretless Deployments mittels Managed Identity
  • Klare Umgebungstrennung (Dev → Test → Prod)
  • Freigabebasierte Deployment-Strategie

Das Projekt simuliert ein typisches Enterprise-Szenario, in dem gewachsene CI/CD-Strukturen konsolidiert und stabilisiert werden müssen.


Kontext

In vielen Azure-Umgebungen entstehen im Laufe der Zeit typische Muster:

  • Hardcodierte oder pipelineverwaltete Secrets
  • Manuelle Infrastrukturänderungen
  • Direkte Deployments in Produktion
  • Rebuild pro Umgebung statt Artifact-Promotion
  • Geringe Nachvollziehbarkeit über Stages hinweg

Dieses Projekt zeigt eine strukturierte Alternative im Sinne professioneller Enterprise-Delivery-Modelle.


Architektur

Promotionsfluss

Build → Dev → Test → Prod

  • Die Anwendung wird einmal gebaut.
  • Das erzeugte Artifact wird über die Umgebungen hinweg promoted.
  • Terraform provisioniert die Infrastruktur je Umgebung.
  • Deployments nach Test und Produktion erfordern manuelle Freigaben.

Jede Umgebung enthält:

  • Azure App Service (Linux)
  • Azure Key Vault
  • System Assigned Managed Identity
  • Eigenes Terraform State

Es gibt keine geteilten Ressourcen oder Secrets zwischen Umgebungen.


CI/CD-Design

Die Pipeline ist in klar getrennte Stages unterteilt:

  • Build
  • Terraform Plan / Apply (je Umgebung)
  • Applikationsdeployment
  • Approval Gates (Test / Prod)

Zentrale Prinzipien:

  • Unveränderliche Artifacts
  • Promotion statt Neubuild
  • Trennung von Infrastruktur- und Applikationsdeployment
  • Wiederverwendbare Pipeline-Templates
  • Health Checks nach Deployment

Diese Struktur unterstützt Nachvollziehbarkeit, Rollback-Fähigkeit und kontrollierte Release-Prozesse.


Infrastructure as Code

Terraform ist folgendermaßen strukturiert:

infrastructure/
├── modules/
├── environments/
│ ├── dev
│ ├── test
│ └── prod
└── bootstrap/

Architektonische Überlegungen:

  • Modulare Ressourcen-Definitionen
  • Remote State mit Locking (Azure Storage Backend)
  • Strikte Umgebungstrennung
  • Klare Naming-Konventionen
  • Least-Privilege-Zuweisungen

Ziel ist ein reproduzierbares, nachvollziehbares Infrastrukturmodell.


Sicherheitsmodell

Das Sicherheitsdesign vermeidet statische Zugangsdaten vollständig.

Umgesetzte Muster:

  • Managed Identity für Applikationsauthentifizierung
  • Azure Key Vault für Secret Management
  • RBAC-basierte Zugriffskontrolle
  • Keine Secrets im Quellcode
  • Keine Secrets im Pipeline-YAML

Die Anwendung nutzt DefaultAzureCredential, um lokale Entwicklung und Cloud-Betrieb ohne Credential-Duplikation zu ermöglichen.


Legacy-Vergleich

Der Branch legacy demonstriert typische Anti-Patterns, u.a.:

  • Hardcodierte Zugangsdaten
  • Monolithische Pipelines
  • Keine Umgebungstrennung
  • Direkte Produktionsdeployments
  • Manuelle Infrastruktur

Der Vergleich verdeutlicht strukturelle Unterschiede zwischen ad-hoc-Setups und promotionsbasierten Delivery-Modellen.


Architektonische Überlegungen

Im Rahmen der Implementierung wurden insbesondere betrachtet:

  • Terraform State Locking und Parallelität
  • Abhängigkeitssteuerung bei Managed Identity und RBAC
  • Strategie für Approval Gates
  • Artifact-Versionierung und Nachvollziehbarkeit
  • Isolierte Umgebungskonfiguration

Der Fokus lag auf Struktur und Klarheit – nicht auf Feature-Umfang.


Erkenntnisse

  • Promotionsbasierte CI/CD-Strukturen erhöhen Nachvollziehbarkeit
  • Modularisierte Infrastruktur reduziert Wartungskosten
  • Managed Identity vereinfacht Credential-Management
  • Klare Umgebungstrennung erhöht Betriebssicherheit
  • Pipeline-Struktur ist entscheidender als Pipeline-Komplexität

Umfang

Diese Referenzimplementierung demonstriert:

  • Azure Platform Engineering Grundlagen
  • CI/CD-Architekturpatterns
  • Infrastrukturautomatisierung
  • Sicherheitsbewusstes Cloud-Design

Die Anwendung selbst ist bewusst schlank gehalten, um den Fokus auf die Plattformstruktur zu legen.


Status: Abgeschlossene Referenzimplementierung
Letzte Aktualisierung: Februar 2026